Ein neues Diorama entsteht !

Ich möchte auf einer Modellbau-Ausstellung den Besuchern etwas "Eigenes" präsentieren. Dabei soll der große und kleine Messebesucher interaktiv in die Präsentation eingebunden werden. Gleichzeitig soll etwas entstehen, mit dem ich mir auch die Zeit vertreiben und Entspannung vom Alltag finden kann. Für eine komplette Modelleisenbahnanlage fehlt leider der Platz zu Hause. Inspiriert von einem Besuch am Messestand des PMC Thüringen kam mir die Idee zum Bau eines Dioramas. Dabei soll es um das pulsierende Leben in einer fiktiven Stadt gehen. Eine Ampelanlage im Zentrum der Stadt soll durch den Betrachter gesteuert werden, soll heißen, die selbstfahrenden LKW`s, Autos oder die Stadtbuslinie aus dem Car-System-Sortiment von Faller. Im weiteren Ausbau soll noch ein Feuerwehreinsatz dargestellt werden.

25.08.2015

Zunächst habe ich den vorderen Abschluss des Moduls gefertigt. Dadurch habe ich die Position der Kreuzung festgelegt. Dabei kamen die Gehwegplatten von der Firma Auhagen und Streugras von der Firma Noch zum Einsatz. Den Fußsteig habe ich mit Heißkleber an die richtige Stelle geklebt. Der sich jetzt gebildete Streifen bietet Platz für den Rasen. Mittels Sprühkleber und dem Begrasungsgerät von Noch ist dieser dort entstanden und soll später als Schutz vor aufgeregten Kinderhänden dienen.

01.09.2015

Da wir die Stelle unserer Kreuzung auf unserem Modul schon bestimmt haben, sind die Positionen aller anderen Komponenten unseres Dioramas schon fest. Deshalb können wir jetzt schon die genaue Fahrtroute der Autos aufzeichnen. Bevor wir aber mit der Rillenfräse von Faller zu Werke gehen können, haben wir die Löcher für den Abzweig und der Stopstelle vor der Ampel gebohrt. Dabei haben sich Forster-Bohrer in den unterschiedlichen Größen bewährt. Unsere Grundplatte ist mehr als 3mm stark. Deshalb können wir die Stopstelle, nicht wie in der Beschreibung beschrieben, von unten anschrauben. Wir versenken sie von oben ins Holz. Dabei kommt zusätzlich noch ein Stechbeitel zum Einsatz. Die Weiche wird nun mit der Heißklebepistole angeklebt und die Stopstelle angeschraubt.

08.09.2015

Nachdem die Weichen und die Stopstellen gesetzt wurden, konnte ich die Rillenfräse aus dem Hause Faller zum Einsatz bringen. Die Rillenfräse ist eigentlich ein sich drehendes Sägeblatt. Es entsteht eine Rille im Holz. Diese ist exakt so groß und tief, dass der Fahrdraht, der zum Steuern der Fahrtrichtung der Fahrzeuge dient, einfach hinein gedrückt werden kann. Die Rillenfräse kann käuflich erworben werden. Ob der Erwerb für jeden Modellbauer oder -bahner sinnvoll ist, muss jeder für sich entscheiden. Ich allerdings konnte diese Fräse von meinem Modellbahnfachhändler für eine kleine Ausleihgebühr bekommen. Zunächst habe ich den Aussenkreis auf meinem Modul eingefräßt. Wenn der Draht eingelegt ist, klebe ich ihn mit Sekundenkleber fest. Jetzt kann vorsichtig der erste Test einer Autofahrt erfolgen.

29.10.2015

Bevor ich den Fahrdraht vollständig verlege, muss ich die Stopstellen einbauen. Das ist notwendig, da der Fahrdraht später ca. zu einem Drittel über die Elektrospule gelegt werden muß. Bei den Weichen ist es ähnlich. Um die Auslenkung der Fahrzeuge zu erreichen, muss der Fahrdraht unterbrochen sein. Dieser beginnt bzw. endet auf der Oberseite der Lenkung. Dafür sind für den ankommenden Fahrdraht, dem geradeaus weiterführenden Draht und dem wahlweise nach rechts oder links abzweigenden Draht jeweils eine Vertiefung vorgesehen. In diese Nut muss nach dem Setzen des Abzweiges der Fahrdraht geklebt werden. Dazu benutze ich ebenfalls den Sekundenkleber. Ganz anders ist es mit dem Parkplatz. Dieser wird komplett neben dem Fahrdraht an die entsprechende Stelle unter die Anlage gebaut.

Mit einem Magneten, der an einem kleinen Schraubenzieher haftet, habe ich an den Car-Systemauto den Reedkontakt, der für das Anhalten des Fahrzeuges verantwortlich ist, ausgelöst. Millimeter für Millimeter habe ich mich der Stelle auf meinem Modul genähert, wo das entsprechende Fahrzeug nachher genau anhalten soll. So habe ich die Position für die Haltestellen und den Parkplätzen heraus gefunden. Eingebaut habe ich sie dann entsprechend der Bedienungsanleitung. Mit einem Zubehörtrafo von der Modelleisenbahn kann man dann schon einmal alle eingebauten Komponenten auf Funktion testen und gegenenfalls korrigieren.

 

Fortsetzung folgt!

Mark Rosskopf und Knut Kern vom PMC Thüringen e.V.

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